Wenn die Mutti dreimal klingelt…

Für den vergangenen Pfingstsonntag meldete sich meine Mama zu einem Besuch an. Ihr kennt das sicher, wenn die Mama zu Besuch kommt, wird erst einmal eine Woche lang die komplette Wohnung ausgemistet, gesaugt, gewischt und quasi kernsaniert. Alle peinlichen Gegenstände müssen verschwinden. Gut, dass ich Samstag auch noch beim Ikea war. Da gab es noch einige Boxen zum Verstauen der Sachen, die nicht mehr in die Schränke passten und ein paar neue Bilderrahmen (die ja immer gehen) und einen großen Strauß Tulpen für das wohnliche Ambiente.

Bei den ganzen wichtigen und nötigen Vorbereitungen war also kaum noch Zeit, etwas Aufwendiges zu backen. Also kam nur etwas aus der Kategorie „Wenn es mal schnell gehen muss“ in Frage.

Trotz allem sollte es irgendwie etwas Frisches und Obstiges sein. Also hab ich mich auf dem Markt ein bisschen inspirieren lassen und ein paar leckere Rhabarberstangen eingepackt. Genau das Richtige für einen leicht sauren no-bake Cheesecake. Yummie!

Früher haben meine Mama und ich oft zusammen Marmelade gekocht und noch heute sammel ich immer fleißig leere Gläschen für sie. Genau wie die ganze Verwandtschaft (an dieser Stelle: liebe Grüße an euch ihr Lieben 🙂 )

Da man Rhabarber nicht besonders gut (also gar nicht) roh essen kann, hab ich mir gedacht, zunächst leckere Marmelade zu kochen, die ich dann mit dem Frischkäse auf dem Kuchen schichte. So sieht es dann auch hübsch aus.

Habt ihr schon Lust auf Kuchen bekommen?  Sehr gut! Ich will euch auch gar nicht mehr groß auf die Folter spannen. Los gehts jetzt mit dem Vorbereiten 🙂

 

FÜR DIE MARMELADE:

  • 4 Stangen Rhabarber (400 g)
  • 200 g 2:1 Gelierzucker

Ja, so wenig und einfache Zutaten 🙂 Manchmal darf es simple sein und ist trotzdem umwerfend lecker.

Zunächst wird der Rhabarber gewaschen, dann die Enden angeschnitten und in kleine Stückchen geschnitten. Dabei nicht die Schale abziehen. Wir wollen die schöne rote Farbe in der Marmelade 🙂

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Den Rhabarber nun in einen kleinen Topf geben und den Zucker darüber geben, umrühren und etwas stehen lassen. So tritt der Saft etwas heraus und es ist einfacher beim einkochen.

Dann das Ganze aufkochen lassen und pürieren und in Gläschen abfüllen. Ihr könnt die Marmelade aber auch im Topf abkühlen lassen, wir verbrauchen sie gleich ja noch komplett.

 

FÜR DEN CHEESECAKE:

  • 1/2 Packung Karamellkekse (115 g) (gibts in Holland, sind geschmacklich wie Spekulatius; ihr könnt aber auch andere Kekse nehmen)
  • 35 g geschmolzene Butter
  • Abrieb und Saft einer 1/2 Zitrone
  • 260 g Philadelphia
  • 150 g Joghurt
  • 75 ml Wasser
  • 35-40 g Zucker (je nachdem wie süß ihr das mögt)
  • 1 Tütchen Gelatine

 

Die Kekse mithilfe einer Küchenmaschine zerkleinern. Wenn ihr keine habt, gebt die Kekse in einen Gefrierbeutel und zerbröselt sie mit einem Nudelholz.

Die Brösel dann mit der geschmolzenen Butter vermengen. Eine kleine Kuchenform (Durchmesser 18 cm) mit Backpapier auslegen und das Keks-Butter-Gemisch mit einem Löffel plattdrücken.

 

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Der Teig wird dann fest, sobald die Butter komplett wieder abkühlt. Das klappt auch schon bei Zimmertemperatur und in der Zeit, in der ihr den restlichen Kuchen vorbereitet. So praktisch 🙂

 

Den Saft und Abrieb der Zitrone mit dem Frischkäse und dem Joghurt vermengen.

 

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In einem kleinen Topf den Zucker und die Gelatine im Wasser bei mittlerer Hitze auflösen und ordentlich mit einem Schneebesen verrühren bevor es in die Joghurtschüssel kommt.

 

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Das Ganze kräftig verrühren und dann etwa die Hälfte (ich habe aus Versehen etwas weniger genommen) auf den Keksboden geben.

 

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Den Rest mit der Hälfte der Marmelade vermengen und auf die helle Kuchenschicht geben.

 

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Der Rest der Marmelade kommt dann „ohne alles“ oben auf die rosafarbene Schicht und wird leicht eingerührt.

 

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Nun ist die Arbeit auch schon getan. Der Kuchen wandert nun für mindestens 3 Stunden, aber am Besten über Nacht in den Kühlschrank.

 

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Hach, so lecker und man sieht noch so schön den Rhabarber in der Frischkäseschicht! Mama hat es auch geschmeckt, was will man mehr 🙂 Außer, dass sie nichts an der Wohnung auszusetzen hat natürlich 😉

 

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Sie hatte mir diese wundervollen Pfingstrosen (meine aaaaaaabsoluten Lieblingsblumen) mitgebracht. So toll!

 

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Fragt nicht wie, aber irgendwie ist die Marmelade in genau die Mitte des Kuchens gefallen 🙂  Wird bestimmt jedes Mal anders, aber jedes Mal lecker, versprochen!

 

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Und falls etwas übrig bleibt, genießt den Kuchen noch 2-3 Tage später mit einer tollen Tasse Tee 🙂

 

Viel Spaß beim Nach“backen“ und bis bald 🙂

2 Gedanken zu “Wenn die Mutti dreimal klingelt…

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